Die Wissenschaft hinter Kollagen

  • Der Schriftzug „Collagen" aus Holzbuchstaben auf rosa Untergrund, darunter zwei goldene Löffel mit Kollagenpulver und Kapseln.

    Die Wissenschaft hinter Kollagen

    Kollagen ist das mengenmäßig häufigste Strukturprotein im menschlichen Körper und macht einen erheblichen Anteil der Trockenmasse von Haut, Knochen, Sehnen und Bindegewebe aus. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Kollagenproduktion messbar ab, während der Abbau bestehender Kollagenstrukturen unverändert weiterläuft – ein Ungleichgewicht, das sich unter anderem in nachlassender Hautelastizität zeigt.

  • Abstrakte Darstellung einer Molekülstruktur in Rosé- und Goldtönen, symbolisch für den mehrfach vernetzten Aufbau von Kollagenfasern.

    Kollagen Typ I, III und V im Überblick

    Typ I: macht rund 90 % des Kollagens in Haut, Haaren und Nägeln aus und ist für Zugfestigkeit und Struktur verantwortlich.

    Typ III: häufig gemeinsam mit Typ I zu finden, ist unter anderem struktureller Bestandteil von Muskeln, Knochen, Sehnen und den Wänden von Blutgefäßen.

    Typ V: liegt in geringerer Menge vor, ist an der Regulation der Faserdicke von Typ-I-Kollagen beteiligt und findet sich u. a. in der Hornhaut des Auges sowie in Teilen der Magenschleimhaut.

  • Profilaufnahme einer Frau mit Hand am Kinn vor rosa Hintergrund mit unscharfer Molekülgrafik, symbolisch für die Verbindung von Kollagen und Hautbild.

    Hautstruktur, Elastizität und der natürliche Alterungsprozess

    Vitamin C ist ein essenzieller Cofaktor für die körpereigene Kollagenbildung. Die EFSA hat bestätigt, dass Vitamin C zur normalen Kollagenbildung für die normale Funktion von Blutgefäßen, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch, Haut und Zähnen beiträgt. Mehrere placebokontrollierte Doppelblindstudien mit oral eingenommenen, spezifischen Kollagenpeptiden zeigten zudem messbare Effekte auf Hautparameter wie Elastizität und Faltentiefe über einen Zeitraum von acht bis zwölf Wochen.

  • Frau mit geschlossenen Augen, Hand an der Wange, überlagert von einem feinen geometrischen Gitternetz als Symbol für die Struktur der Haut auf molekularer Ebene.

    Haar, Nägel und Bindegewebe

    Neben Vitamin C tragen auch Biotin und Zink zur Versorgung von Haut, Haaren und Nägeln bei. Die EFSA hat bestätigt, dass Biotin zur Erhaltung normaler Haut, Schleimhäute, Haare und Nägel beiträgt. Zink wiederum trägt laut EFSA zur Erhaltung von normaler Haut, normalem Haar und normalen Nägeln bei sowie zur normalen Proteinsynthese, DNA-Synthese und Zellteilung – Prozesse, die für die kontinuierliche Erneuerung von Bindegewebe relevant sind.

  • Abstrakte blaue 3D-Darstellung vernetzter Molekülkugeln mit eingebetteten kleineren Molekülsymbolen, wissenschaftliche Visualisierung von Kollagenpeptiden.

    Warum die Molekülgröße bei Kollagenpeptiden entscheidend ist

    Natives Kollagen ist ein großes, komplexes Molekül, das in dieser Form kaum resorbierbar ist. Erst durch enzymatische Hydrolyse entstehen kurzkettige Peptide, die über die Darmschleimhaut aufgenommen werden können. Ein Teil dieser Peptide – insbesondere die Dipeptide Prolyl-Hydroxyprolin und Hydroxyprolyl-Glycin – wurde in Studien intakt im Blut nachgewiesen, was auf eine gezielte biologische Signalwirkung auf Fibroblasten hindeutet, statt einer reinen Rolle als Aminosäurequelle.

  • Nahaufnahme von Hals und Schultern einer Frau, Finger am Kinn, symbolisch für straffe, elastische Haut.

    Kollagen Typ III und Typ V: mehr als nur Haut

    Dass Kollagen Typ III strukturell in den Wänden von Blutgefäßen sowie in Muskeln und Sehnen vorkommt, ist anatomisch gut belegt. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Nahrungsergänzung mit Kollagenpeptiden eine messbare Wirkung auf die Herz-Kreislauf-Funktion hat – ein solcher Zusammenhang ist bislang wissenschaftlich nicht ausreichend untersucht und von der EFSA nicht als Gesundheitsclaim zugelassen. Belastbar ist derzeit vor allem die strukturelle Rolle beider Kollagentypen im Bindegewebe.

  • Studienergebnisse

    - EFSA NDA Panel. Scientific Opinion on health claims related to vitamin C and collagen formation. EFSA Journal, 2009 → Link: https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2009.1226
    - EFSA NDA Panel. Scientific Opinion on health claims related to biotin and maintenance of normal skin, hair, nails. EFSA Journal, 2010→ Link: https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.2903/j.efsa.2010.1728
    - EFSA NDA Panel. Scientific Opinion on health claims related to zinc and maintenance of normal skin, hair, nails, DNA synthesis, cell division. EFSA Journal, 2010 → Link: https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2010.1819- Proksch, E. et al. Oral supplementation of specific collagen peptides has beneficial effects on human skin physiology. Skin Pharmacology and Physiology, 2014→ Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23949208/- Systematic review: Efficacy and safety of hydrolyzed collagen supplementation on skin health outcomes. European Journal of Clinical Nutrition→ Link: https://www.nature.com/articles/s41430-026-01778-3
    - Distribution of Type I, III, IV and V collagen in normal human arterial wall (struktureller Beleg für Typ III). PubMed → Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3902343/


    Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.