Die Wissenschaft hinter Vitamin C

  • Kapsel auf Beipackzettel
Kapsel liegt auf einem Blatt mit englischsprachigem Fließtext zu "Vitamin C or L-ascorbate" – unscharfes Hintergrundbild mit wissenschaftlichem Bezug

    Vitamin C (Ascorbinsäure)

    Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein essenzielles, wasserlösliches Vitamin, das der menschliche Körper – anders als die meisten Tiere – nicht selbst herstellen kann. Es muss deshalb regelmäßig über die Nahrung oder eine Nahrungsergänzung zugeführt werden und ist an einer Vielzahl physiologischer Prozesse im Körper beteiligt.

    Die verschiedenen Formen von Vitamin C

    - Ascorbinsäure: die chemisch reine Form von Vitamin C. Wirksam, aber ausgeprägt sauer im Geschmack und bei empfindlichem Magen mitunter reizend, besonders in höheren Einzeldosen.
    - Gepuffertes Vitamin C (Mineralascorbate): an ein Mineral – etwa Calcium – gebunden. Der pH-Wert liegt näher am Neutralbereich, was die Verträglichkeit in der Regel verbessert.
    - Vitamin C aus natürlichen Quellen (z. B. Acerola): enthält neben Ascorbinsäure weitere Pflanzenstoffe, liegt aber meist in geringerer, weniger exakt dosierbarer Konzentration vor.

  • Kapsel auf Orangenscheibe (Makro)
Makroaufnahme einer Kapsel auf einer aufgeschnittenen Orange in warmen Gelbtönen – Hintergrundbild zum Thema Vitamin C

    Kollagenbildung und Bindegewebe

    Vitamin C ist ein essenzieller Cofaktor für zwei Enzyme – Prolyl- und Lysylhydroxylase –, die während der Kollagenbildung bestimmte Aminosäuren chemisch modifizieren. Dieser Schritt ist notwendig, damit sich die stabile Dreifachhelix-Struktur des Kollagens ausbilden kann. Da Kollagen der mengenmäßig größte Strukturbestandteil von Haut, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch und Blutgefäßen ist, ist eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung Voraussetzung für die normale Funktion all dieser Gewebe.

  • Zitronen, geriebener Ingwer und Honig auf einem Holztisch neben einer Tafel mit der Aufschrift "Immune System" – Symbolbild für Vitamin C und natürliche Zutaten zur Stärkung des Immunsystems

    Immunsystem und Zellschutz vor oxidativem Stress

    Vitamin C unterstützt zelluläre Funktionen sowohl des angeborenen als auch des erworbenen Immunsystems und wird in Immunzellen wie Leukozyten in vergleichsweise hoher Konzentration gespeichert. Gleichzeitig wirkt Vitamin C als wasserlösliches Antioxidans, das reaktive Sauerstoffspezies neutralisiert und Zellen so vor oxidativem Stress schützt.

  • Frau formt mit ihren Händen ein Herz über dem Bauch – Symbolbild für die Rolle von Vitamin C bei der Eisenaufnahme

    Eisenaufnahme und Energiestoffwechsel

    Pflanzliches, nicht-hämgebundenes Eisen wird vom Körper deutlich schlechter aufgenommen als tierisches Häm-Eisen. Wird zur gleichen Mahlzeit ausreichend Vitamin C zugeführt, verbessert es die Eisenaufnahme messbar – besonders relevant für Menschen mit überwiegend pflanzlicher Ernährung. Zudem ist Vitamin C an mehreren Schritten des normalen Energiestoffwechsels beteiligt und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.

  • Lächelnde Frau hält sich zwei Orangenscheiben vor die Augen – heiteres Symbolbild für Vitamin C aus Zitrusfrüchten

    Warum der Körper eine tägliche, gleichmäßige Zufuhr braucht

    Anders als fettlösliche Vitamine kann der Körper Vitamin C nicht nennenswert speichern: Überschüssige Mengen werden über die Nieren ausgeschieden. Eine einzelne sehr hohe Dosis bringt deshalb keinen proportionalen Zusatznutzen gegenüber einer moderaten, regelmäßigen Zufuhr über den Tag verteilt.

  • Aufgeschnittene und geschälte Orangenspalten von oben fotografiert auf weißem Untergrund – Hintergrundbild für den Wissenschaftsartikel zu Vitamin C

    Wirkung von Vitamin C auf den Körper

    1. Kollagenbildung. Vitamin C trägt als Cofaktor zur normalen Kollagenbildung für die Funktion von Haut, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch, Zähnen und Blutgefäßen bei.
    2. Immunsystem. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
    3. Zellschutz. Als Antioxidans trägt Vitamin C zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
    4. Eisenaufnahme. Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme, wenn es zusammen mit eisenhaltiger Nahrung aufgenommen wird.
    5. Energiestoffwechsel. Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.

  • Studienergebnisse

    - Murad, S. et al. Regulation of collagen synthesis by ascorbic acid → Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6265920/
    - Carr, A. C. & Maggini, S. Vitamin C and Immune Function, Nutrients 2017 → Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29099763/
    - Cook, J. D. & Reddy, M. B. Effect of ascorbic acid intake on nonheme-iron absorption → Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11124756/

    Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.